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Eine meiner ersten Schauspiellehrerinnen sagte mir einmal, dass ich jemand wäre der alles überdenkt. Sie hatte recht. Ich überdenke. Sogar ziemlich oft, zu meinem Leidwesen. Es hält mich auf jeden Fall davon ab,  Pläne in die Tat umzusetzen. Anstatt „einfach zu machen“, denke ich über die Gründe nach es doch nicht zu tun beziehungsweise ich schiebe es weiter vor mir her. Warum? Das weiß ich selbst nicht so genau. Es ist ja nicht so, als ob ich das gezielt so mache. Es passiert einfach. Natürlich weiß ich, dass wenn ich nicht irgendwann anfange, nichts erledigt wird.

Die letzten Wochen waren ziemlich strapazierend. Ich habe einige private Baustellen, die mich sehr beschäftigen und vieles in Frage stellen. Leider ist jemand in meiner Familie verstorben, was so traurig es auch ist – zum Leben dazugehört. Damit muss man einfach klar kommen. Man denkt dann aber auch nochmals über das Leben im Allgemeinen nach. Vor allem über die Dinge, die man oft als selbstverständlich sieht. Zurück zum überdenken. Habt ihr euch je gefragt warum wir leben (abgesehen von der Entstehungsgeschichte und anderen Theorien)? Warum sehen wir Menschen so aus, wie wir aussehen? Warum gibt es andere Planeten, das Universum etc.? Für viele dieser Fragen gibt es keine wirkliche Antwort, was mich oft manchmal sehr verrückt macht. Vor allem, weil wir solche Tatsachen in unserem alltäglichen Leben nie in Frage stellen. 

Wir existieren – Wir leben von Tag zu Tag ohne uns wirklich zu fragen warum wir etwas gemacht haben – Wir machen das, was andere Menschen uns gezeigt haben. Stellt doch nur einmal alles in Frage was ihr an einem Tag alles so macht. Ihr werdet feststellen, dass fast alles nicht wirklich nötig ist und vor allem nicht auf die Art und Weise wie ihr sie macht. Seid ihr noch bei mir oder habe ich Euch mittlerweile verschreckt? Aber stimmt es nicht, dass vieles einfach nur Teil eines Systems ist, das andere Menschen über Jahrzehnte hinweg aufgebaut haben? Ich mein, ich kann nicht wirklich entscheiden ob ich Steuern zahlen möchte oder nicht. Und wenn ich nicht mitspiele, gelte ich als Außenseiter. 

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Und sobald man sich darüber Gedanken macht, betrachtet man die Welt ein bisschen anders. Vor allem beim Gebrauch von Social Media. Das Ganzen „Ich-muss-etwas-teilen“ ist ausgeartet. Und zu viele sind der Bewegung zum Opfer gefallen. Nicht eine Person hätte vor 15 Jahren Fotos von seinem Essen geteilt, oder hätte Fotos aus seinem privaten Urlaub mit der Welt geteilt. Das man nun heuchlerisch klingen, da auch ich solche Fotos online gestellt habe. Aber ich überdenke das. Zur Zeit mehr als je zuvor.

Ich bin oft im Zwiespalt nun dieses oder jenes zu teilen. Ist es vielleicht doch zu privat? Und dann sehe ich, dass jemand anderes sehr intime Momente in seinem Leben teilt. Zum Beispiel Kinder. Heutzutage sieht man gefühlt nur noch Babyfotos. Aber haben, diejenigen die solche Fotos teilen mal an die Privatsphäre des Kindes gedacht? Privatsphäre. Ein Gut, dass viele Menschen mittlerweile verloren zu scheinen haben. Und ja, irgendwie beeinflusst mich das. Es scheint Teil des Systems heutzutage zu sein private Momente zu teilen, um authentisch und nahbar zu sein. In meinem Fall habe ich zum Beispiel lange darüber nachgedacht, überhaupt zu schreiben, dass jemand in meiner Familie gestorben ist. Was irgendwie komisch ist. Ich würde mich sehr über euer Feedback zu diesem Sachverhalt freuen. Könnt ihr meine Sichtweise verstehen? Vor allem, da ich einen Beruf ausübe, der in der Öffentlichkeit stattfindet, sollte ich genau wissen was genau ich alles teile und was nicht. Und manchmal überdenke ich die Linie. 

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Fotos: Carolin Kruse